Montag, 16. Mai 2016

02. Tag: Budvar - Virpazar

Ich bin erschrocken, wie schnell der Mensch vergisst. Wie anstrengens es ist, 8km mit 7 Prozent Steigung am Stück zu fahren? Habe ich vergessen. Bei 6°C frierend auf der Passhöhe ankommen und bibbern? Vergessen. Wie schlimm es ist im strömenden Regen durch endlose Pfützen fahren? Auch das habe ich bei der Planung der diesjährigen Tour verdrängt.
Daher schließe ich heute mit dem Zitat des französischen Philosophen Honoré de Balzac "Die Erinnerungen verschönen das Leben, aber das Vergessen allein macht es erträglich".

02. Tag: Budva - Virpazar

Heute ist es richtig idyllisch. Ja, geradezu romantisch. Ich mag es halt, wenn sich die farbigen Regenjacken in den endlosen Regenpfützen spiegeln.

02. Tag: Budva - Virpazar

Vor vier Jahren haben wir noch bei einer Bergetappe über 43 Grad Celsius in Griechenland gejammert, heute frage ich mich, ob das nicht angenehmer war als eine rauschende Bergabfahrt im diesigen Regen bei nur 7 Grad Celsius. Zum Glück war die heutige Etappe nur kurz und wir sitzen mittlerweile schon im wärmenden Hotel. Außerdem ist der Himmel nun wieder blau und sogar die Sonne zeigt sich. In Virpazar sind wir an einem See im Naturschutzgebiet, auf den wir einen schönen Ausblick vom Hotelzimmer haben.

Sonntag, 15. Mai 2016

01. Tag: Dubrovnik - Budva

In Budva haben wir Probleme, ein geeignetes Restaurant zu finden. Vor dem Bestellen rede ich Frank den Grillteller mit 3 Fleischstücken aus. Meine Sorge: da kommt eine ungenießbare Wurst, ein grenzwertige Frikadelle und der Rest vom Vortag. Lass uns lieber die "Relax-Platte" für zwei nehmen.
Gesagt, getan. Es kam das beschriebene Horrormenu in doppelter Ausführung.
Merke: wer mit einem schlechten Gefühl in ein Restaurant geht, der geht auch mit einem schlechten Gefühl wieder raus.

01. Tag: Dubrovnik - Budva

Der erste Tag ist geschafft. Das Wetter in Kroatien heute Morgen war nicht so toll. Überraschenderweise war es auf montenegrischer Seite nicht besser. In Summe hatten wir 30 Minuten Sonnenschein. Den Rest haben Marion und Frank bereits berichtet.
Das Hotelzimmer ist rekordverdächtig: die gesammte Grundfläche der Dusche wird vom Duschkopf gleichmäßig mit Wasser besprüht. Angesichts einer Grundfläche von 0.4 Quadratmeter allerdings kein Wunder.

01. Tag: Dubrovnik - Budva

Ein schöner und  relativ einfacher Fahrradtag liegt hinter uns. Wir sind lange Strecken direkt am Meer auf einer zur "Promenade" umgenutzten Eisenbahntrasse gefahren. Das Wort Promenade trifft es aber nicht ganz. Wenn man Geld investieren würde,  könnte man eine wunderbare Promenade erschaffen. Es wird hier sehr viel gebaut. Ganz Montenegro scheint im Bau zu sein. Aber, ob es ein Auf- oder Abbau ist, habe ich noch nicht herausgefunden. Es gibt sehr viele Baustellen, aber noch mehr Stellen, wo man sich eine Baustelle wünschen würde. Auffällig war, dass Montenegro kaum Sandstrände hat, aber es gibt viele Restaurants und Bars entlang der Promenade und der Blick auf die umliegenden grünen Hügel und Gebirge ist wunderbar.

01. Tag: Dubrovnik - Budva

Um am 9. Tag eine richtig anstrengende Etappe zu haben, lassen wir es erstmal langsam angehen. Heute standen 75 km bei 550 Höhenmetern auf dem Programm, morgen sind es sogar nur knapp 50 km. Schon nach knapp 20 km haben wir den Grenzübergang nach Montenegro erreicht. Anschließend sind wir an der Küste einer ehemaligen und zur Promenade umgebauten Bahntrasse gefolgt. Das war toll, etwas störend waren (für uns Erwachsene) nur die vielen Bagger, mit denen noch alles für die Touristensaison aufgehübscht wird. Mittagspause war wegen der Zeitumstellung schon um 11:30 Uhr Ortszeit. Ich habe eine Lasagne gegessen, deren Käseanteil bei gefühlt 50 % lag. Damit mir nicht nur die Lasagne schwer im Magen liegt, habe ich zum Dessert noch eine Waffel mit Waldobst nachgelegt. Nach der Pause waren wir dann deutlich langsamer unterwegs, was aber auch daran lag, dass wir noch einen Abstecher durchs Gelände an einem regionalen Flughafen sowie einem Kieswerk vorbei unternommen haben. Zum Tagesabschluss mussten wir noch einen kleinen Berg mit etwa 180 Höhenmetern bewältigen. Entgegen der schlechten Wettervorhersage begleitete uns heute Nachmittag nur leichter Nieselregen. Ein doller Starkregen setzte glücklicherweise erst nach unserer Ankunft im Hotel ein.

Samstag, 14. Mai 2016

00. Tag: Ankunft in Dubrovnik

Jetzt sitzen wir gemütlich beim Abendessen und bereiten die 1. Etappe vor. Die Anreise hat gut geklappt, das Aufregendste war der Flug mit unseren Sitznachbarn: eine Mutter mit zwei kleinen Kindern. Die Mutter hat mit einer Hand das wegkrabelnde Kind zurückgehalten und mit der anderen Hand den umkippenden Apfelsaftbecher des rumzappelnden Geschwisterchens gerettet, den ich schon bei uns hab landen sehen.
Es ist aber alles gut gegangen, und wir beenden den Tag nun mit leckeren Nudeln.

00. Tag: Ankunft in Dubrovnik

Mit nur 2,5 km Strecke vom Flughafen Dubrovnik zum Hotel haben wir uns heute noch nicht übermäßig verausgabt. Die größte Anstrengung lag darin, in das Hotelzimmer im 3. OG zu gelangen.
Bis auf kleinere Macken haben unsere Fahrräder den Flug gut überstanden. Nach dem Schweiß treibenden Verpacken der Räder in Frankfurt gestaltete sich auch das Auspacken in Dubrovnik zeitaufwändig. Jetzt genießen wir den ersten Abend im Hotel und bereiten uns mental auf die erste anstrengende Etappe morgen vor.

00. Tag: Anreise nach Dubrovnik

Hinter uns liegen 90 anstrengende Minuten, die wir mit dem Einpacken der Fahrräder verbracht haben. Jetzt müssen wir nur noch die Räder am Sperrgutschalter abgeben und dann können wir bis 15:55 Uhr warten, ehe unser Flugzeug nach Dubrovnik abhebt.

Freitag, 13. Mai 2016

00. Tag: Vorbereitung

So, die späte Vorbereitung scheint sich auszuzahlen. Nachdem die Jungs letzten Sonntag meine Sonnenbrille als Spielzeug entdeckt hatten, war sie plötzlich verschwunden. Weil ich Emils und Pauls Geheimverstecke für besondere Eroberungen nicht kenne, war mir klar, dass ich noch eine neue Fahrradbrille kaufen muss. Zum Glück habe ich das auf den letzten Drücker verschoben: Gerade ist die Brille wieder aufgetaucht.

Donnerstag, 12. Mai 2016

00. Tag - Vorbereitung

Es ist Donnerstag Abend 21.52 und nichts ist gepackt. Dieses Jahr ist es noch chaotischer als letzte Jahr. Samstag ist unser erster Tag, also sollte ich langsam "in die Pötte kommen" ....
Aber im Vergleich zu Frank und Falko bin ich gut vorbereitet.