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Sonntag, 24. August 2014

4. Tag: Keszthely - Murska Sobota

Heute Abend haben wir mit einer Flasche slowenischem Merlot auf das Erreichen von Land Nummer 33 angestoßen: Slowenien.
Nach der Regenpause (siehe Foto) haben wir Ungarn auf einer halbwegs fertigen, aber für den Verkehr noch nicht freigegebenen Straße verlassen und sind nach Slowenien eingereist. Leider gab es an der Grenze  (noch?) kein Länderschild mit den Schriftzug "Slowenien". Also sind wir ohne Foto weiter und 5 km später über die nächste Straße nochmal nach Ungarn rüber. Dank Schengen kein Problem, nur: auch dort kein Slowenien-Schild. Ärgerlich, dann müssen wir es bei der Ausreise nochmal versuchen.
Im weiteren Verlauf sind wir der Empfehlung eines Ehepaares aus dem Westerwald gefolgt und über gepflegte Radwege nach Murska Sobota gefahren. Die Radwege folgen nicht immer der Straße sondern führen mitunter quer durch ein Maisfeld und sind in hervorragendem Zustand.

Oft werde ich gefragt, ob ich für eine Fahrradreise noch einen Tipp zur Hand hätte, was man denn unbedingt für unterwegs mitnehmen solle. Hier meine Empfehlung, geprägt durch die letzten 48 Stunden: ein Radtrikot zum Wechseln, vernünftiges Regenzeug, eine Fahrradbrille und eine Duschstange. Die Duschstange habe ich dummerweise dieses Jahr nicht dabei. Aus irgendeinem Grund sind diese Dinger in unseren Unterkünften immer kaputt. Entweder rutscht der Duschkopf sofort auf Hüfthöhe runter oder er bleibt oben, knickt aber runter und bewässert die Wand. Gestern konnte ich den Duschschlauch noch mehrfach um die Duschstange wickeln, damit er oben bleibt. Heute fiel mir keine technische Lösung ein. Daher überlege ich, auf der nächsten Tour eine Duschstange mitzunehmen.

Samstag, 23. August 2014

3. Tag: Balatonalmadi - Keszthely

Tagesetappe: 90 km. Unsere Mittagspause haben wir beim ersten Donnergrollen abgebrochen. Der Plan: bis zum Regen so viele Kilometer fahren wie möglich. Der Plan funktionierte etwa 10 km. Dann mussten wir uns unterstellen, wie Frank berichtete. Die restliche Strecke bis Keszthely haben wir dann am Stück geschafft, auch wenn 3 km vor dem Ziel der Regen wieder anfing. So sind wir dann nicht mehr so ganz trocken in unserer Unterkunft angekommen.
Nach dem Duschen habe ich versucht, mich mit dem bereitliegenden Handtuch abzutrocknen, aber es ist wie verhext: das Ding nimmt keine Feuchtigkeit auf. Als ob es imprägniert ist. Man bleibt genau so nass wie vorher. Aber da wir recht früh angekommen sind, bleibt noch genug Zeit zum Lufttrocknen.