Samstag, 30. August 2025

Tag 08: Andorra - Ax les Thermes

Es gibt nur wenige Möglichkeiten nach Andorra und wieder hinaus zu gelangen. Bei der Planung hatten wir nur 3 drei sinnvolle Wegstreclen nach Andorra identifiziert. Da relativ schnell feststand, dass wir auf keinen Fall dort wieder rausfahren, wo wir reingekommen sind und von Süden nach Norden fahren wollten, stellte sich die Route somit fast von selbst auf.
Jedoch nicht nur für uns, sondern auch für viele andere, die die Straßen mit ihren Autos, Motorrädern und auch Fahrrädern bevölkerten, so dass recht viel Verkehr herrschte. Vom Hotel an ging es gleich bergauf mit Steigungen zwischen 3 und 11 % bis auf eine Höhe von 2.408 m ü. NN. Somit waren vom Hotel aus etwa 1.400 Höhenmeter zu bewältigen. Obwohl die Beine immer schwerer wurden, was sich darin zeigte, dass die Höhenmeter zwischen unseren Pausen immer kürzer und die Zuckerdosen (in Form von Weingummis) immer größer wurden, haben wir den Anstieg gut gemeistert. Da der Pass auch von der Tour de France und La Vuelta genutzt wird, waren auch viele sportlich ambitionierte Fahrradfahrer mit teuren Rädern und ohne Gepäck unterwegs (die uns alle überholt haben).
Nach der Passhöhe, die etwa bei km 27 erreicht war, ging es nur noch bergab, leider meist so steil, dass die Hände vom vielen Bremsen schmezten. Nun hocken wir zufrieden in Ax les Thermes, haben gut gegessen und die Beine im Thermalwasser baumeln lassen ....

Tag 08: Andorra - Ax-les-Thermes

Die Fahrt nach Andorra la Vella, der Stadt in Andorra, die gemeinhin als Hauptstadt bezeichnet wird, war auf den letzten Kilometern unangenehm. 

Die Fahrt raus aus Andorra la Vella ist nochmal um einiges schlimmer. Eine nicht enden wollende Blechlawine rollt nach Frankreich, gefüllt mit billigem Benzin, Alkohol, Zigaretten und sonstigen hochpreisigen Waren. Bei Benzinpreisen von 1,30€ pro Liter (Stand heute, August 2025) rechnet sich der Ausflug. Und da wundert es nicht, dass die Autos größtenteils über den Gebirgspass Port d'Envalira anstelle des gebührenpflichtigen Tumnels fahren. Die paar Höhenmeter vom Tunnelportal zum Pass machen für den vollbeladenen PKW kaum einen Unterschied. Zumal das Benzin in Richtung französischer Grenze nochmal 0.2 Cent billiger wird. In Europa reden wir ständig über den Kampf gegen die Steueroase in der Karibik und sonstwo, aber dass wir uns in Europa gegenseitig über den Tisch ziehen, spricht niemand an. 
Die Fahrzeuge mit Kennzeichen aus Andorra sind hochpreisiger und jünger, als die Fahrzeuge aus Frankreich, was nicht wundert, denn überall auf der Welt (auch in Deutschland) gehören die Hintermänner der Steuerhinterziehung zu den Topverdienern. 
Ich schweife ab, zurück zum heutigen Tag: wir reihen uns ohne Zigaretten, Alkohol und Benzin in die Fahrzeugschlange ein und fahren hoch zum Port d'Envalira, dem höchsten Pass der Pyrenäen. Wenn wir schon mal hier sind, dann wollen wir auch den höchsten Pass dwr Region überqueren - man gönnt sich so sonst auch alles.
Andorra la Vella liegt auf einer Höhe von etwa 1000m, Port d'Envalira auf 2408m. Der Anstieg von 1400 Höhenmetern ist in weniger als 25km vollbracht - das lockt unglaublich viele Rennradfahrer an, die mit uns den Berg hochfahren. Oder uns entgegenkommen. Oder beides.
Der Anstieg steil, die Steigung selten unter 7%, meist höher oder viel höher.
Andorra ist nicht Mithlied der EU, was bedeutet, dass unsere Handyverträge kein kostenloses Datenvolumen bereitstellen und die Einwahl in das Mobilfunknetz von Andorra schnell teuer wird. Franks Jungs haben aber um 16:00 ein Pokalspiel, zu der Zeit müssen wir im französischen Netz angekommen sein, damit Frank über den Fortgang des Spiels in Echtzeit informiert werden kann. Das schaffen wir dann auch: gegen 13:45 erreichen wir die Passhöhe Port d'Envalira.
Wir machan auf 2408m kurz Pause. Statt die Landschaft zu genießen betrachten wir due zwei Tankstellen, die genau auf der Passhöhe stehen - Andorra halt. 
Von der Passhöhe Port d'Envalira geht es bergab zu unseren heutigen Zielort Ax-les-Thermes, der wegen seinen Thermalquellen bekannt ist.

Freitag, 29. August 2025

Tag 07: Furnells de la Muntanya -Andorra

Ich bin davon überzeugt,  dass unser heutiger Zielort Andorra la Vella eine Partnerstadt von Sindelfingen sein muss: a) Andorra la Vella ist voll auf den Autoverkehr zugeschnitten, b) ich habe 3 grosse Mercedes-Benz Niederlassungen gesehen und c) wenn Platz vorhanden ist und es einfach/billig umzusetzen ist, wird ein Fahrradzeichen auf den Boden gemalt, wenn es kompliziert wird, dann wird der Fahradfahrer alleine gelassen.

Aber bis auf die letzten 7 katastrophalen Fahrradkilometer in Andorra war der Tag wieder super. Die Pyrenäen sind einfach herrlich und wir hatten wieder Glück mit dem Wetter: wie auch gestern setzte der Regen erst  ein , als wir im Hotel angekommen sind. 





Donnerstag, 28. August 2025

Tag 06: St. Juan - Fornells de la Muntanya

Die Wettervorhersage hat uns heute zum kurzfristigen Tourumplanen bewegt: da Dauerregen ab 12.00 zu erwarten war hatten wir keine große Lust uns wieder 900 Hm auf den Coll de Jou mit über 10% Steigung hochzuquälen. Daher haben wir beschlossen die wunderschöne Landschaft 

einzutauschen gegen die Fahrt an der Hauptstrasse. Wir wurden positiv überrascht mit einem schönen Radweg entlang einer alten Bahnstrecke. Und wir hatten noch mehr Glück:

mit Eintreffen am Zielort gegen 13.00 fing der Regen an. Und in unserer Herberge in Fornells de la Montanya haben wir gerade ein superleckeren 3-Gänge Mittagessen bekommen. Ich freue mich auf das heutige Abendessen.


Tag 06: Sant-Joan - Fornells de la Muntanya

Die ersten Etappen der diesjährigen Tour waren durch die langanhaltende Hitze durch die französische Sonne geprägt. Nun, das Problem haben jetzt nicht mehr: gestern und heute wird unsere Tour durch die Wettervorhersage strukturiert. 

Gestern haben wir den Vormittagsberg pünktlich zur 12:00-Regen geschafft, den Nachmittags-Berg dann bis zum Abend-Regen. Eigentlich sind wir trocken geblieben, wenn es nicht im Restaurant bei Starkregen durch die Decke getropft hätte. Genau auf mich.
Heute hat die Wettervorhersage nur ein kurzes regenfreies Zeitfenster bis 12:00 Uhr vorhergesagt. Genug Zeit, um unsere 670 Höhenmeter auf 38km trocken hinter uns zu bringen, was wir dann auch auf die Minute genau geschafft haben. Mit Ankunft in unserer Unterkunft setzt der Regen ein.
Eine Teil der Strecke folgen wir einem Radweg, der auf einer zurückgebauten Bahnlinie aus dem 19. Jahrhundert angelegt ist. Sehr Angenehm, da Züge seinerzeit nur geringe Steigungen bewältigen konnten.

Die Unterkunft wird hauptsächlich von Wanderern besucht, mittags gibt es ein 3-Gänge-Menu, Rotwein inklusive. Dem bin ich ja nicht abgeneigt, ganz im Gegenteil: da bin ich hochmotiviert dabei - und ich meine nicht die drei Gänge. Schon beim Frühstück heute morgen war ich begeistert vom dem Herrn am Nachbartisch, der zum Baguette einen Rotwein getrunken hat. 
Für morgen lässt die Wettervorhersage nichts gutes erwarten.

Mittwoch, 27. August 2025

Tag 05: Prats-de-Mollo - St. Juan

Heute starten wir bei Regen im französischen Parts-de-Molle, dann geht es in 13 km um 800 Hm auf den Col de Ares mit 1513 Hm auf catalanischer Seite.
Man könnte auch sagen: auf spanischer Seite, aber man merkt überall, dass alles spanische eher unerwünscht ist. Alles ist in catalan und auch im Restaurant muss man nach Speisekarten in spanisch fragen. Immerhin gibt es die Möglichkeit auf spanisch zu kommunizieren, aber gern gesehen wird es hier nicht. Egal: google translate kann auch catalanisch.
Übernachtet wird heute in dem netten, kleinen catalanischen Ort St. Juan. Der Ort liegt nicht direkt auf unserer Route, und wir haben einen Umweg von 6 km und 350 Hm bergab in Kauf genommen. Für morgen früh heißt es dann leider die gleichen 350 Hm wieder bergauf zu fahren. Und auf den kleinen Nebenstraßen, die wir fahren, sind auch 10% Steigungsanteile dabei. Besonders der Vollständigkeit de Bürgers ist sehr anstrengend. Aber landschaftlich ist es heute wieder eine sehr schöne Strecke.

Dienstag, 26. August 2025

Tag 04: Argeles sur Mer - Prats de Mollo

Als wir im Jahr 2005 das letzte Mal in Spanien Fahrrad gefahren sind, waren wir am Ende etwas wehmütig, weil dies unweigerlich auch bedeutete, die letzte originale Creme Katalan gegessen zu haben..
Dieses Jahr ist unsere Mission, das damals vergessene Land Andorra mit einem Aufenthalt quasi "einzusammeln" auf der Liste der Europa-Radtour-Länder. Aus oben genannten Gründen war schnell klar, dass wir Andorra von Süden ansteuern würden, um so noch zwei Nächte in Spanien verbringen zu können.
Zwar sind wir aktuell noch in Frankreich, doch glücklicherweise halten wir uns im Landesteil Nordkatalonien auf, welcher an Spanien, Andorra und das Mittelmeer grenzt.
Bis zum 17. Jahrhundert gehörte dieses Gebiet zum Fürstentum Katalonien und damit zur Krone von Aragon/Spanien. Durch den Pyrenäenfrieden von 1659 (Ende des Französisch-Spanischen Krieges) fiel der nördliche Teil Kataloniens an Frankreich.
Traditionell wird hier noch Katalanisch gesprochen, neben Französisch. Viele Ortsschilder sind zweisprachig. Und auf der Speisekarte finden sich bereits katalanische Gerichte wieder, so dass wir schon heute in den Genuss unseres Traditionsnachtisches kamen, soweit der Hunger nach üppiger Vor- und Hauptspeise dies noch zuließ 
Die letzte offene Frage ist, warum wir Andorra nicht bereits damals im Jahr 2005 einen Besuch abgestattet haben. Nun, die Antwort konnten wir heute am eigenen Leib erfahren: Während wir damals nur im küstennahen und somit flachen Gebirge unterwegs waren, mussten wir uns heute bereits mit Steigungen von bis zu 9 % herumschlagen. Tendenz für die nächsten drei Tage: stark ansteigend.

Tag 04: Argeles sur Mer - Prats-de-Mollo

Mit einer Strecke von 65km ist die heutige Etappe nicht sonderlich lang, aber die 886 Höhenmeter waren für meinen Geschmack etwa 800 Höhenmeter zu viel. Nun, Radtouren sind kein Wunschkonzert. 

Rund um Amélie-les-bains folgt der Radweg Eurovelo 8 einer alten Bahntrasse, was immer dann Spaß macht, wenn wir mit dem Fahrrad eine alten Eisenbahnbrücke  zum Quere  eines Flusses oder eines Tals nutzen können.

In Deutschland feiern wir jede Fahrradbrücke mit Marschkapelle und Feierlichkeit, hier ist sowas offensichtlich eher selbstverständlich. 

 Zwischendurch wurde die eine oder andere Brücke zuviel abgebrochen, da fallen dann einige Höhenmeter extra an. Da ist es dann so, wie in Deutschland auch.

Eine der Eisenbahnbrücken bietet einen Blick auf die 1320 bis 1340 errichtete Teufelsbrücke, die mit einer Spannweite von 45m seinerzeit die größte Brücke der Welt war. Im Bild unten ist es übrigens die hinteren der beiden Brückenbauwerke.

Im weiteren Verlauf folgen wir der Straße entlang des Flusses Tech stromaufwärts bis nach Prats-de-Mollo-la-Preste. Die Straße ist unglücklicherweise so trassiert, dass wir fast ständig der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Angesichts einer Steigung von über 7% kein reiner Genuss. 
Ich werde mich über die Sonne aber hier nicht beschweren, denn leider lässt der Wetterbericht für die nächsten Tage nichts gutes erwarten. Erst vor kurzem (im Oktober 1940) wurde das Tal nach viertägigem Dauerregen nachhaltig zerstört. Hoffen wir mal, dass es diesmal nicht ganz so schlimm wird.





Montag, 25. August 2025

Tag 03: Lespignan - Argeles Plage

Heute habe ich die dritte Etappe der 2025er Tour überlebt. Zunächst ging es durch den Étang de Bages-Sigean, einer Lagune am Rande des Mittelmeers. Bemerkenswert sind die vielen Insektenstiche, die ich mir während der Fahrt eingefangen habe. Die vielen stechfreudigen Insekten überraschen, denn erst 2006 gelangten versehentlich 60 Liter eines Indektizids in das Wasser. Und 2009 kam es zu einer Kontamination mit Fluor und Uran. Zumindes das Indektizid scheint nicht viel zu taugen: nach meiner Erfahrung ist der See eine Mücken-Zucht-Anstalt, die Anzahl der Einstiche an meinem Körper beweist, dass die Mückenpopulation in bestechend guter Form ist.
Das Wetter wirkt zeitweise bedrohlich, aber geregnet hat es nicht. Vermutlich wartet der Regen, bis wir im Gebirge sind.

Im Zielort Argeles Plage wartet zu meiner Überraschung ein sehr gutes Abendessen auf uns. Der Namensbestandteil "Plage" ist in meinem Kopf eher negativ belegt.
 
Bescheiden, wie ich bin, wollte ich mir nur die wesentlichen und unabdingbaren Positionen der Speisekarte bestellen. Da traf es sich ganz gut, dass sowohl das 4-Gänge-Menu als auch der Wein unter der Überschrift l'Essentiel (das Essentielle) angeboten wurde.

Zum Zielort möchte ich nicht viel schreiben, stellt Euch ein idyllisches ursprüngliches Fischerdorf ohne Touristen vor. Argeles Plage ist das Gegenteil davon.



Sonntag, 24. August 2025

Tag 02: Montpellier - Lespagnan

Südfrankreich ist ideal zum Fahrradfahren. Super präparierte und ausgewiesene Fahrradwege.
Kein Vergleich mit Sindelfingen. Denn hier setzt man gute Fahrradkonzepte auch um: z.B. hat man bei einer 2spurigen Brücke eine Spur zur Fahrradspur/Gehweg ausgebaut und die Autos bekommen eine Ampelschaltung, um die nun einspurige Autospur wechselseitig zu nutzen. Dem Shitstorm würde sich in (Süd-) Deutschland wohl kein Lokalpolitiker aussetzen wollen. Aber hier wird das gute Fahrradwegeangebot auch viel genutzt.
Wir haben die ersten 80 km heute auch wegen der guten Infrastruktur schon kurz nach 14:00 geschafft. Trotzdem hatte ich zwei traurige Mitradler: einer hatte heute noch kein Bad im Mittelmeer bekommen und der andere heute noch kein Mittagessen. Daher haben wir uns für einen kleinen Umweg zum Strand entschieden: Falko und ich haben sind in ein Strandrestaurant und Frank ist zum Baden ins Mittelmeer. Falkos Burger war wider Erwarten so lecker, dass er schlussendlich nur einen halben Burger bekommen hat. Ich habe ihm dann anstandshalber eine Hälfte von meinem Nutella-Crepes angeboten. Er hat aber dankend abgelehnt (der Crepes war auch unerwartet gut für ein Restaurant an einem beliebten Strandabschnitt).

Tag 01: Avignon - Montpellier

Um Montpellier als Etappenort zu integrieren, stand gleich am ersten Tag eine Strecke von 118 km auf dem Programm, die für uns alle herausfordernd war, weil wir üblicherweise die ersten 2-3 Tage immer nutzen, um uns die Fitness für die nachfolgenden Tage zu erarbeiten. Heute hatten wir zunächst Rückenwind, was dem glücklichen Umstand zu verdanken war, dass der Wind von Norden blies, was selten genug der Fall ist. Wir sind dadurch zügig vorangekommen, jedoch wendete sich das Blatt im letzten Viertel als wir auf einmal mit Gegenwind zu kämpfen hatten.
Wenn man eine Radtour plant, beginnt man nach dem Grobkonzept meist mit dem ersten Tag und arbeitet sich dann durch die weiteren Tage. Und nach hinten wird die Zeit meist knapp. Dadurch stand für die heutige Etappe noch viel Planungszeit zur Verfügung, so dass die Strecke sehr abwechslungsreich war. Sie führte durch Weinanbaugebiete, entlang der Rhone und weiterer Flüsse, auf den Betriebswegen kleinerer Kanäle, über Schotterstrecken, toll ausgebaute Fahrradwege und durch viele Orte mit engen Gassen, in denen am Wochenende gut besuchte Dorffeste begangen wurden.
Es war ein sehr guter Auftakt!

Samstag, 23. August 2025

Tag 01: Avignon - Montpellier

Heute morgen waren noch die Spätfolgen der gestrigen Anreise aufzuräumen: der Mietwagen vom letzten Stück der Anreise wurde gestern mitten in der Nacht an der noch geöffneten Mietwagenstation geparkt. Allerdings an der falschen Station: die richtige hatte schon zu und an der falschen durfte er nicht stehen bleiben. Heute morgen haben wir den Wagen dann von der falschen Station zur richtigen gefahren.
Dann Frühstücken und los gehts: zunächst war für die Kollegen im Büro zu prüfen, ob die vielbesungene Brücke von Avignon mittlerweile fertiggestellt ist. Nee, ist noch immer halbfertig, aber Stuttgart 21 ist ja auch noch nicht in Betrieb.

Weiter geht's, wer glaubt, der Mistral dient uns als Rückenwind, der saß noch noch nie auf einem Fahrrad: 100% Rückenwind ist sowas wie eine Win-Win-Situation: nicht existent. Früher oder später bläst einem der Wind entgegen. Was bleibt, ist die Hitze. Dementsprechend die Vegetation:
Am Ende waren es 117km und 436 Höhenmeter durch abwechslungsreiche Landschaft mit beeindruckenden Infrastrukturbauwerken:
Seltsam: in zwei Dörfern war die Durchfahrt für ein Fest gesperrt, ein Durchkommen war nicht möglich. Die Mühe, eine Umleitung auszuschildern, macht man sich hier nicht. Als gurken wir rum, um irgendwie voran zu kommen: den Optimismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
Ab 12:00 wurde es wieder mal zu einer Hitzeschlacht, etwas, für das ich zu alt bin. Aber hilft ja alles nichts.
Am frühen Abend ist Montpellier erreicht, schnell duschen und in die Stadt, etwas essen.