Sonntag, 12. August 2018

Tag 00: Vorbereitung Marion

Auch meine Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Seit einer Woche kann ich meinen Esstisch nicht mehr benutzen, da ich dort alle Gegenstände sammeln, die ich für die Tour mitnehmen möchte.
Im Vergleich zu Frank, bin ich ihm im Training um den Faktor 5 voraus. Ob das ausreicht wird sich ab Freitag zeigen.

Tag 00: Vorbereitungen

Als Vorbereitung auf die diesjährige Tour habe ich mein Fahrrad im Sommer schon ca. 3.800 km bewegt. Dies ist, so hoffe ich zumindest, ein guter Wert, um mit Marion und Falko bei unserer Tour von Athen nach Valletta halbwegs mithalten zu können. Allerdings hat sich das Rad dabei mehr bewegt als ich, weil es zu 98 % der Strecke - wie oben auf dem Foto - am Gepäckträger hing. Es bleiben etwa 70 km, die ich mit dem Rad gefahren bin. Die Radtour wird also definitiv anstrengender als der Sommerurlaub. 

Freitag, 27. Mai 2016

13. Tag: Agii Apostoli - Athen

Heute ging es ein letztes Mal über das Küstengebirge rüber ins Landesinnere. Ein letztes Mal sind wir auf einem kurzen Abschnitt der Straße gefolgt, die parallel zur mautpflichtigen Autobahn verläuft und deutlich mehr Verkehr anzieht als die Autobahn selbst. Ein Wahnsinn, dessen Sinn sich mir nicht erschließt.
Unsere heutige Etappe hat uns durch das Dorf Marathon geführt, dem Ort, an dem die Athena im Jahr 490 v. Chr. die Perser besiegten und der Bote Pheidippides losgelaufen ist, um die Kunde in das etwa 42 km entfernte Athen zu übermitteln. Der Legende nach verstarb der Bote nach Übermittlung der Nachricht an Erschöpfung.
Ob es sich genau so zugetragen hat, ist unter Historikern äußerst umstritten. Immerhin gab es damals im Athena Heer Läufer, die die 250 km nach Sparta in 2 Tagen gelaufen sind. Ohne umzufallen. Da ich kein Historiker bin, kann ich zu dem Thema nicht viel beitragen, mit Ausnahme der Information, daß wir den Flughafen Athen von Marathon aus bereits nach 33 km erreicht haben.
Aber egal: dank Smartphone ist das Versenden einer Nachricht mittels Boten überflüssig. Ein Selfie vom Schlachtfeld wäre in einem Bruchteil einer Sekunde am Bestimmungsort. Angesichts von weltweit 49 Todesfällen durch Selfies seit 2014 allerdings auch nicht ganz ungefährlich.

13. Tag: Agii Apostoli - Athen

Geschafft! Unsere diesjährige Radtour Dubrovnik - Athen beenden wir nach 13 Fahrradtagen mit einer tollen Etappe. Die 1100 Hm waren sehr anstrengend, da auf den Nebenstraßen die Steigungen stark schwanken: Steigungen zw. 7% und 12% sind keine Seltenheit und kosten richtig viel Kraft und Energie. Dafür sind wir aber mit tollen Ausblicken und vielen Fotostops belohnt worden.
Morgen haben wir noch einen Sightseeing- und Shopping- Tag in Athen (wir müssen noch Verpackungsmaterial für den Rädertransport kaufen), bevor es Sonntag dann zurück nach Hause geht.
In 2 Jahr geht es dann weiter ab Athen, nächstes Jahr wird es wieder eine Kanada- Radtour geben.

Donnerstag, 26. Mai 2016

12. Tag: Theologos - Agii Apostoli

Nach mehreren Tagen ohne ein vernünftiges Abendessen sitzen wir heute glücklicherweise in einem Hotel mit angeschlossenem Restaurant. Nachdem wir nun alle drei auf der Hotelterrasse eine Portion Nudeln vertilgt haben und entsprechend satt sind, reflektieren wir den Tag.
Der heutige Tag fing gleich knackig mit etwa 300 Höhenmetern zum Nachbarort an. Von hier ging es wieder auf Meereshöhe zu einem verrussten Industrieort mit Fischerhafen. Jetzt standen die nächsten knapp 400 Höhenmeter auf dem Programm, denen wir uns nicht entziehen konnten. Kurzfristig hatten wir überlegt, einfach mit dem Boot um den Berg zu fahren, doch hierzu ergab sich keine Gelegenheit. Daher doch über den Berg. Schon nach einem Viertel der Höhe biegt unsere Route auf eine grobe Schotterpiste ab. Nach den Erfahrungen der Vortage verbleiben wir lieber auf der asphaltierten Straße, die uns direkt zu einer weiteren asphaltierten und noch besser ausgebauten Straße mit 2 Richtungsfahrbahnen und breitem Seitenstreifen führt. Auf dieser Straße kommen wir dann gut und sicher die nächsten 10 km voran. Anschließend fahren wir noch 30 km parallel zur Autobahn, ehe wir wieder zur Küste abbiegen. Die letzten 25 km zum Hotel (von insgesamt 112 km) haben wir dann wieder an der Küstenstraße zurück gelegt.

12. Tag: Theologos - Agii Apostoli

Zwischen unserem heutigen Start- und Zielort liegen mehrere Hügel mit steilen Anstiegen von mehr als 10% - und das auf unbefestigten Nebenstraßen. Nachdem wir gestern unangenehme Erfahrungen mit sich zu Trampelpfaden verengenden Wegen gamacht haben, wollen wir und das heute nicht nochmal antun. Daher haben wir unsere Routenplanung kurzfristig geändert und sind in Akrefnio auf die Autobahn aufgefahren, der einzigen Alternative (Bild). Autobahnen haben selten 10%ige Steigungen, nehmen Dank Brücken und Taleinschnitten nicht jeden Hügel mit und weisen eine gute Asphaltqualität auf. Nachteile gibt es kaum. Bis auf den einen: Fahrradfahren ist auf Autobahnen nicht direkt erlaubt.
Die Autobahn südlich von Akrefnio ist mautfrei, damit entfällt das Vorbeimogeln an der Mautstation. Das mautfreie Stück endet am Cafe 90, einer Art Autobahnraststätte. Also fahren wir auf, schalten auf dem Beschleunigungsstreifen die Gänge der Reihe nach durch und kommen zügig voran. Nach wenigen Kilometern taucht ein Problem auf: hinter mir sehe ich ein Fahrzeug der Autobahnmeisterei, das mir mit eingeschalteten gelben Rundumleuchten folgt. Damit Marion durch das Auto nicht beunruhigt Gas gibt und beschleunigt, lasse ich mich etwas zurückfallen. 50 Meter, denke ich, sollten reichen, um außerhalb der Höhrweite zu sein. Der Fahrer bemerkt, daß ich zurückfalle, schaltet seine Außenlautsprecher ein und ruft " Go! Go! Go!". Marion hört das natürlich, ist beunruhigt und gibt Gas. Das Sicherungsfahrzeug begleitet uns bis zum Cafe 90, dort werden wir per Lautsprecherdurchsage gebeten, die Autobahn zu verlassen. Wir fahren ab, es ertönt noch eine letzte Durchsage, mit der uns der Fahrer des Sicherungsfahrzeug alles gute wünscht.
Wir haben den Fahrer nicht persönlich kennengelernt, sagen aber an dieser Stelle Danke!

11. Tag: Lamia - Theologos

Bis zur Pause am Ägäischen Meer um 14.00 war es ein einfacher Tag: wir hatten schon 76 km geschafft mit (zum ersten Mal auf dieser Tour) Rückenwind. Wir waren so überzeugt, auch die noch ausstehenden 29 km und 120 Hm locker zu schaffen,  dass wir uns eine über 2 stündige Pause gegönnt haben. "Wassertreten" im Ägäischen Meer, das war sehr angenehm. Allerdings gab es ca. 15 km vor Etappenende doch noch eine "kleine" Verzögerung, die zu einer späten Ankunft im Hotel führen sollte. Doch davon berichtet Falko....

Dienstag, 24. Mai 2016

10. Tag: Trikala - Lamia

Mit der gestrigen wunderschönen Katara-Pass Etappe konnte die heutige Etappe entlang der Hauptstraße natürlich nicht mithalten. Aber der Verkehr hielt sich in Grenzen, und teilweise konnten wir auf fast fertig gestellten, aber noch nicht freigegebene Strassen die Hauptstraße meiden. Zweimal hat das prima geklappt, einmal leider gar nicht und wir mussten unsere Fahrräder durch eine klebrige, schlammige Mocke, zurück zur Straße schieben. So eine Schweinerei, man konnte am Ende das Hinterrad nicht mehr drehen, alles zugedreckt. Hat lange gedauert, dass wieder einigermaßen sauber zu kriegen. Zuhause steht da erst mal eine Totalreinigung an.
Aber: alles in allem trotzdem eine schöne Etappe.

10. Tag: Trikala - Lamia

Nachdem wir die Nacht nicht übermäßig gut geschlafen hatten, da unser Hotel in Trikala mitten im Ausgehviertel lag und es dementsprechend voll und laut dort war, waren wir heute überrascht, wie leer es selbst auf der Hauptstraße war, der wir heute gefolgt sind. Kaum Verkehr und über die Hälfte der Tankstellen verwahrlost nach der Stilllegung vor sich hin.
In Lamia sind wir erst nach 19:00 Uhr angekommen, da die heutige Etappe mit 119 km und 860 Höhenmetern doch recht lang und anstrengend war. Hier im Ort gibt es ähnlich viele Bars und es ist genauso lebhaft gefüllt wie gestern. Nur Restaurants gibt es so gut wie gar nicht. So sind wir wieder wie am Vortag bei Goodys gelandet, einem Fastfood-Burger-Betrieb.

Montag, 23. Mai 2016

09. Tag: Metsovo - Trikala

In Metsovo haben wir auf einer Höhe von etwa 1150 m übernachtet. Bemerkenswert war das schlechte Abendessen, vermutlich ein Auswuchs des Touristenauflaufs im Ort.
Heute ging es auf der alten Passstraße weiter zum Katarapass. Mit 1705 m Höhe einer der höchsten des Landes. Dank umfangreichem Tunnel- und Autobahnbau wird die Passstrasse sber nicht mehr genutzt, was einen großen Vorteil hat (kaum Verkehr) und einen kleinen Nachteil (nicht jeder Hangrutsch oder Felsabgang wurde aufgeräumt). Stattdessen gibt es ein Schild, daß darauf hinweist, daß man die Straße auf eigenes Risiko befährt. Das haben wir dann auch gemacht.

Sonntag, 22. Mai 2016

08. Tag: Doliana - Metsovo

Heute war ein sehr anstrengender Tag. Mit 90 km Länge, 1700 Hm und Gegenwind war es die bislang anstrengendste Etappe. Um ca. 16.00 Uhr hatten wir noch knapp 800 Hm vor uns und ich eine kleine lokale "Das schaffen wir nie" Krise. Aber die Strassenverhältnisse sind gut, der Wind ließ nach, kein Regen und Franks Hundeproblem führten dazu, dass wir recht fix unseren letzten Anstieg gemeistert haben. An der alleinstehenden Baracke mit den knapp 20 wild bellenden, freilaufenden, großen Hunden vorbeizuradeln war wirklich eine große Überwindung. Aber gemeinsam hat das prima geklappt. "Belohnt" wurden wir mit einem Touristen-Skiort, und damit das Kontrast - Program zu unsere gestrigen supertolles Pension. Das Abendessen war  grottenschlecht und überteuert. Aber egal, ich bin so müde, dass ich trotzdem gut schlafen werde.

08. Tag: Doliana - Metsovo

Endlich hatten wir heute wieder einen Tag mit Sonnenschein. Wenn ich mich nicht verzählt habe, der zweite bei dieser Tour. Wir haben gleich soviel Farbe bekommen, dass ich Angst habe, von den Jungs nach meiner Rückkehr überhaupt erkannt zu werden. Hätte ich vielleicht doch lieber einen Sunblocker auftragen sollen?
Nach meinem gestrigen Post muss ich heute nochmal auf das Thema Hunde zurückkommen. Bei der Abfahrt vom zweiten Berg des Tages treffen wir auf Hans-Martin (Bild), einen alleinradelnden Klavierlehrer aus Stuttgart. Er warnt uns vor 15 wilden Hunden bei unserem dritten Berg, etwa 10 km vor dem Etappenziel in Metsovo. Er selbst konnte mit 50 km/h bergab gerade noch fliehen, aber wir müssen da ja bergauf, sind also etwas (viel) langsamer unterwegs. Zudem berichtet er von seinem letztjährigen Erlebnis vom gleichen Berg, als er mit einem Stock bewaffnet in eine unschöne 1:1-Situation mit einem der Hunde geraten ist. Zukünftig will er diese Strecke meiden.
Leider ist die Gegend hier so verlassen, so dass es außer einer Transitautobahn keine Alternativen gab. Dank der Warnung von Hans-Martin hören wir die Hunde schon von Weitem, bleiben mit genügend Abstand stehen und rufen den Hunde besitzenden Einsiedler aus seiner einfachen Behausung an einem ansonsten völlig unbesiedelten Abhang. Der Typ winkt einmal wir sollten doch weiterfahren und verschwindet wieder. Nach den Erfahrungen der letzten beiden Tage (sowie auch der Vorjahre) ist Flucht kein guter Ratgeber. So fuhren wir langsam und besonnen dicht beisammen an den laut kleffenden Hunden vorbei, die uns noch etwa 500 m verfolgt haben. Glücklicherweise eine insgesamt weniger Adrenalin verursachende Hundebegegnung als an den Vortagen. Übrigens beim Nachzählen kamen wir auf noch mehr als 15 Hunde.
Ach so, Höhenmeter haben wir auch gemacht. Insgesamt etwa 1.700 m. Aber die sind bei dem ganzen Hundestress kaum ins Gewicht gefallen, so dass wir am Ende überrascht waren, wie schnell wir den letzten Berg gemeistert hatten. Nach einem besonders schlechten Abendessen (Frikadelle mit Käse und fettigen, halbrohen Pommes) ruhen wir uns jetzt im Hotel für die morgige Etappe aus.