Montag, 20. August 2018

03. Tag: Zachlorou - Kato Vlasia

Nachdem die gestrige Etappe doch recht anstrengend war, konnten wir uns heute einen ruhigeren Tag erlauben. Wir sind zunächst nach Kalavrita gefahren, einem Ort, der einerseits durch den
Beginns der griechischen Revolution und andererseits durch eine Massakers der deutschen Wehrmacht im Dezember 1943 einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat.
Zielort heute ist Kato Vlasia, einem Bergdorf auf einer Höhe von 800m. Im Hotel habe ich mit der Inhaberin streng genommen kein einziges Wort gewechselt: sie hat auf griechisch in ihr Smartphone gesprochen und mir die englische Übersetzung gezeigt. Dann habe ich auf englisch in das Smartphone gesprochen und sie hat sich die griechische Übersetzung angeschaut. Es ist der Fantasie des Lesers dieses Blogs überlassen, wie gut das wohl funktioniert, nur so viel als Hinweis: bei der Auswahl des Abendessens blieb bis zum Schluss unklar, ob wir Nudeln mit Fleischsoße oder Nudeln mit Bohnensoße bekommen.

03. Tag: Zachloru - Kato Vlasia

Sehr nette und hilfsbereite Leute die wir überall antreffen. Ein schönes Beispiel : Gestern Abend kommen wir um 20.15 in unserem Zielort an, einem kleinen verschlafenen Gebirgsort, um festzustellen: das Hotel ist geschlossen. Kein Licht, Rezeption geschlossen, keine Menschenseele weit und breit, keine Touristenautos dafür viele Baustellen. Es sah so aus als ob das Hotel renoviert wird.
Während Falko versucht telefonisch Hilfe zu erhalten, streifen Frank und ich in der Dämmerung durch das Dorf und sprechen die Einwohner an, die abends noch auf ihren Terassen sitzen. Die Kommunikation ist schwierig, wenn der Gegenüber kein Englisch, Deutsch oder Spanisch kann, und man selber kein Griechisch. Aber es funktioniert, irgendwie... es dauert, und es geht bestimmt effektiver, aber wenn das halbe Dorf hilft und alle miteinander diskutieren, dann klappt es.... irgendwie, o.k. nach ueber 1.Std. , aber es hat geklappt.
Als wir uns heute nach dem Frühstück auf den Weg gemacht haben, wurden wir von allen Leuten, die uns morgens auf der Straße begegnet sind, angesprochen und sehr herzlich verabschiedet.

Sonntag, 19. August 2018

02. Tag: Korinthos - Zachlorou

War heute ein Tag, wie aus der griechischen Sagenwelt: Erst die Gefahr, bei den hiesigen Temperaturen wie Ikarus zu enden. Dann die Tantalusvergnügen beim knackigen Anstieg auf die Passhöhe und zum Schluss, die Sisyfusarbeit, Zutritt zu dem im Vorfeld gebuchten (und bezahlten) Hotel zu bekommen. Und zum Abschluss fühle ich mich beim Abendessen glücklich wie Prometheus.
Da ist das Funktionsshirt, benannt nach der griechischen Siegesgöttin 'Adidas', schnell mal durchgeschwitzt.


Und hier noch ein Bild vom heutigen Höhenprofil: Wecker um 06:00, Losfahren um 07:00, Gegenwind ab 08:00, Affenhitze ab 09:00, Berg ab 15:00. Alles mit einer Stunde Zeitdifferenz zu Deutschland, aber das reißt es auch nicht raus.

02. Tag: Korinthos - Zachlorou

Um 19.30 war der anstrengende Teil der heutigen Etappe geschafft. Am Pass der Vourakis Schlucht auf 1000 hm stehen wir erschöpft aber glücklich und genießen die tolle Aussicht in die Schlucht. Der gut 1000 hm Aufstieg in 12 km Länge hat  4 Stunden gedauert. Im Durchschnitt also fast 10% Steigung. Aber wie Falko meint: dann gibt es ja auch Anteile mit weniger als 10% Steigung. Das war allerdings nicht der Teil mit dem unbefestigten Schotterweg: 2 km lang ging nur Schieben, und das bei einer Steigung von 18% auf Geröll. An dem Stück haben wir wirklich viel Kraft und Zeit verloren. 

Alles in allem trotzdem ein schöner Fahrradtag mit 102 km Länge. 

02. Tag: Korinthos - Zachlorou

Heute war der erste richtig anstrengende Tag. Doch bevor es soweit war, hatten wir erst 75 nahezu steigungsfreie Küstenkilometer zu bewältigen. Unsere Mittagssiesta vor dem anschließenden, anstrengenden Steigungsfinale haben wir erst in einer Taverne und im Anschluss in einer angesagten Beach-Location verbracht. Im Wasser konnte ich meinen Körper wieder auf Badewannentemperatur herunterkühlen, um so bestmöglich gewappnet für den kommenden Anstieg zu sein. Doch wir brauchten auch noch neue Getränke. Bei extremst lauter Musik und einer Klientel, die fast ausschließlich alkoholische Getränke verköstigt, war es gar nicht so leicht, die gewünschten Halbliter-Mineralwasserflaschen zu bestellen. Jedenfalls war ich anschließend fast heiser vom Schreien.

Samstag, 18. August 2018

01. Tag: Athen - Korinthos

Der Kanal von Korinth war heute auf der 1. Fahrradetappe 2018 das Highlight. Der gut 6 km lange Schiffskanal wurde Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und trennt das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes. Um diese Durchfahrtsmöglichkeit zu schaffen und dem Schiffsverkehr so die etwa 400 km lange Fahrt rund um die Peloponnes zu ersparen, nahm man es auf sich, sich bis zu 84 m in die Tiefe durch Felsgestein hindurchzuarbeiten. Heute fahren noch ca. 11000 Schiffe pro Jahr durch den Kanal, zumeist Touristenboote und Fährschiffe.
Sehr sehenswert, das war den Abstecher wert.

01. Tag: Athen - Korinthos

Mittagessen bei km 70 an der Bucht von Athen Fußgängerbrücke mit Abwasserleitungen an der Straße von Korinth Heute war der erste anstrengende Tag. Aber wir haben ihn gut gemeistert. Gleich heute Morgen um 7:30 Uhr sind wir losgefahren, nachdem wir in einem Cafe gegenüber dem Hotel abgepackte Sandwiches gefrühstückt hatten. In der Frühe sind wir noch gut voran gekommen, da es noch angenehm kühl war. Als gegen 13 Uhr das Thermometer des Garmin jedoch 41 Grad Celsius anzeigte und wir schon 70 km geschafft hatten, haben wir eine längere Siesta eingelegt. Erst gegen 15:45 Uhr konnten wir weiterradeln (Anmerkung: die Autokorrektur hat mir hieraus gerade weitergaren gemacht, was ich jedoch für missverständlich hielt), als das Thermometer immerhin nur noch 39 Grad zeigte. Absolutes Highlight heute war jedoch die Straße von Korinth. Aussicht super, Geruch leider mäßig (die nachträglich installierten Abwasserleitungen scheinen nicht ganz geruchsdicht zu sein).

Freitag, 17. August 2018

Anreisetag: Ankunft Athen

Endlich 18! Unsere Europa-Radtour wird erwachsen. Wir sind dieses Jahr schon das 18. Mal mit dem Rad unterwegs und starten am Flughafen Athen. Um hier hin zu kommen, musste ich heute schon um 4:10 Uhr aufstehen und mit der Bahn bis Frankfurt 4x umsteigen. Um 10 Uhr haben wir uns dann in Frankfurt getroffen, die Räder verpackt und sind um 13:45 Uhr leicht verspätet losgeflogen. In Athen sind wir um 17:30 gelandet. Jetzt übernachten wir in der Nähe vom Flughafen und freuen uns auf den morgigen Tag.

Anreisetag: Ankunft Athen

Die Räder, das Gepäck und wir sind gut in Athen angekommen. Am Flughafen Athen gibt es keinen speziellen Schalter für Sperrgepäck, die Räder wurden uns durch eine Tür angereicht. Befremdlich und für uns etwas besorgniserregend war nur die Formulierung auf dem Türschild.

Anreisetag: Abflug Frankfurt

So, das erste Trikot ist durchgeschwitzt. Wir haben Frank wie geplant am Flughafen getroffen, die Räder verpackt und sind fertig für das Einchecken.

Sonntag, 12. August 2018

Vorbereitung Marion

Auch meine Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Seit einer Woche kann ich meinen Esstisch nicht mehr benutzen, da ich dort alle Gegenstände sammeln, die ich für die Tour mitnehmen möchte.
Im Vergleich zu Frank, bin ich ihm im Training um den Faktor 5 voraus. Ob das ausreicht wird sich ab Freitag zeigen.

Vorbereitungen Frank

Als Vorbereitung auf die diesjährige Tour habe ich mein Fahrrad im Sommer schon ca. 3.800 km bewegt. Dies ist, so hoffe ich zumindest, ein guter Wert, um mit Marion und Falko bei unserer Tour von Athen nach Valletta halbwegs mithalten zu können. Allerdings hat sich das Rad dabei mehr bewegt als ich, weil es zu 98 % der Strecke - wie oben auf dem Foto - am Gepäckträger hing. Es bleiben etwa 70 km, die ich mit dem Rad gefahren bin. Die Radtour wird also definitiv anstrengender als der Sommerurlaub.