Samstag, 7. September 2013

Tag 15: Ferndale - Petrolia

Heute sind wir von Ferndale zur Lost Coast geradelt. Die Lost Coast verfügt über den einzigen highwayfreien Küstenabschnitt Californiens. Dieser Küstenbereich ist nur schwer zu erreichen, da er durch ein Gebirge vom restlichen Californien abgeschirmt ist. Und dieses Gebirge ist recht unangenehm. Die Straße hat eine mörderische Steigung, was aber auch Vorteile hat: die ersten 300 Höhenmeter waren nach deutlich weniger als 3 km erreicht. Von der Lost Coast sind wir dann wieder ins Landesinnere abgebogen, um im A.W. Way State Park bei Petrolia (350 Einwohner) zu campen. Lustig: Der Ort Petrolia hieß früher Mattole. Dann hat man hier die erste Ölförderstelle Californiens errichtet und ein regelrechter Ölboom begann. Daraufhin haben die Lokalpolitiker ihren Ort in Petrolia umbenannt. Der Ölboom war nach wenigen Wochen vorbei, Öl wurde nie wirklich gefördert, aber der Name blieb.

Donnerstag, 5. September 2013

Tag 14: Patrick's Point State Park - Ferndale

Die Strecke heute war relativ einfach (89km und kaum Hoehenmeter).Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen und viele Stopps eingelegt. Die Gegend und auch das Wetter verändern sich ständig. Das Wetter wechselt dauernd zwischen nebelig (= kalt) und strahlender Sonnenschein (=sehr warm), ich ziehe ständig meine Jacke an/aus. Landschaftlich gab es heute früh spektakulärere Kueste, dann münsterländisch anmutende Agrarflaeche (total eben und schwarz-weiss gescheckte Kühe) und danach Prärie (wie ich sie mir vorstelle).
Morgen geht es weiter zur "Lost Coast". Es stehen viele Hoehenmeter in den nächsten 2 Tagen an und es wird keinen Internetzugang geben. Das Wetter soll gut werden.



Tag 14: Patrick's Point State Park - Ferndale

Nach einer Nacht im Zelt ohne Zivisilationsgeräusche (keine Autos, nur Meeresrauschen) ging es heute weiter nach Ferndale. In Trinidad haben wir einen Kaffee getrunken und festgestellt, daß die Hippies von gestern die Bio-Gemüsebauern von heute sind. So àndern sich die Zeiten.
Während auf dem Highway Schilder vor Radfahrern warnen, hat man auf diieser Brücke alles richtig gemacht und die Radfahrer, vor denen ständig gewarnt wird, eingezäunt.

In dem heutigen Etappenort Ferndale ist alles etwas gediegener, älter und viktorianischer, als im restlichen Amerika. Das fängt bei der Blümchentapete unseres 1890 erbauten Hotels an und reicht bis zu den Fassaden der Geschäftsstraße. Bedauerlicherweise haben die Preise auf der Speisekarte seit 1890 eine ganz eigene Entwicklung genommen.


Mittwoch, 4. September 2013

Tag 13: Crescent City - Patrick's Point State Park

Wir trinken gerade unseren Frühstückskaffee in Trinidad -10 km nach unserem Campingplatz. Der gestrige Tag war super. Wir sind durch einen Redwood - Nationalpark gefahren. Ist schon gigantisch diese riesigen, alten Bäume. Von Weitem konnten wir auch 2 Elche beobachten. Wir glauben jedenfalls, dass es Elche waren. Es ist aber verboten sich Ihnen zu nähern.
Übrigens: Die State Parks hier in den USA sind wirklich klasse. Nicht das ich zum Camping-Fan werde, aber die Parks sind landschaftlich super schoen gelegen, sie sind sauber und es gibt einen Ranger der für Ruhe und Ordnung sorgt. Und diesmal hat uns auch kein Waschbaer unser Essen geklaut...


Tag 13: Crescent City - Patrick's Point State Park

Heute sind wir zunächst der Küste in Richtung Süden gefolgt. Das ist bei der Küste hier anstrengender als man glaubt: gleich hinter Crescent City mussten wir auf 370 Höhenmeter hoch - und das war nur der erste Anstieg des Tages. Dafür gab es schöne Ausblicke suf den Pazifik. Anschließend sind wir durch den Redwood Nationalpark gefahren. Hier stehen die ältesten und höchsten Bäume der Welt, wenn nicht sogar von ganz Amerika.



Dienstag, 3. September 2013

Tag 12: Ophir - Crescent City

Die Oberschenkel brennen, aber wir kämpfen weiter gegen den Wind an. Man fühlt sich total tapfer bis man von einem englischen Paerchen überholt wird und sie uns freudestrahlend ein "nasty wind today" zuruft. Die beiden haben eine Geschwindigkeit drauf, die ich kaum bei Rückenwind schaffe. Dabei sehen die völlig normal aus und sind auch noch sehr nett (s.a.Andy und Alex bei "people we met").
Heute Morgen sind wir wieder etwas später gestartet, da das einpacken doch etwas länger dauert. Die nassen Sachen trocknen wir gerade im Motel in Crescent City. Wir sind jetzt in Kalifornien angekommen, aber der Staat hat sich noch nicht von seiner besten Seite gezeigt. Oregon hat uns dagegen sehr gut gefallen. Aber es kommen ja noch ein paar Tage, und es stehen jetzt die legendären Riesenbaeume - die Redwoods - an, ich bin schon sehr gespannt,


Tag 12: Ophir - Crescent City

Nach der gestrigen Qual war es heute eine recht angenehme Etappe. Nach jedem Anstieg bot sich bei der Abfahrt ein grandioser Ausblick auf die Küste. Das Wetter hat sich ebenfalls von seiner besseren Seite gezeigt. Es gab allerdings immer wieder plötzlich auftauchende Nebelwolken, die dazu führen, daß man friert und nichts sieht. So präsentiert sich die Küste mal so:
Und mal so:


Tag 12: Ophir - Crescent City

Es gibt Neuigkeiten: wir haben Origon verlassen und sind in Californien.

Montag, 2. September 2013

Tag 11: North Bend - Ophir

Unser Fahrradtag hat heute vor 8.00 morgens begonnen und um 8.00 abends radelten wir immer noch. Das die Etappe mit 130 km lang werden würde, war uns klar. Aber durch den starken Gegenwind hat sie sehr viel länger gedauert als geplant. Die letzte halbe Stunde fing es dann auch noch zu regnen an und das Zelt haben wir dann auch im Regen aufgestellt. Klingt alles ganz fürchterlich, nicht war? War es aber gar nicht. Klar, die letzten 2 Std. Fahrradfahren waren eine Qual. Aber die Strecke davor war super schoen - und heute auch mit wenig Autoverkehr. Und am Campingplatz hat uns ein vor 50 Jahren ausgewandeter Deutscher leckere Bratkartoffel mit Wuerstchen und Rotkraut gekocht. Und das obwohl die Küche heute eigentlich geschlossen hatte. Wir haben dann gemeinsam in dem ansonsten leeren Lokal sehr lecker bei angenehmer Unterhaltung gegessen.
Und Internetanschluss gibt es hier auch: wir liegen gerade beide auf unseren Isomatten und tippen in einer eher unbequemen Haltung auf dem Smartphone.

Tag 11: North Bend - Ophir

Welch eine schöne Etappe! Der Vormittag verlief durch hügelige Wälder, gegen Mittag ging es bei bestem Wetter am Meer entlang. Dann kam der Nachmittag und der hatte es in sich: massiver Gegenwind, so dass wir zum Teil nur im Schritttempo vorangekommen sind. Zur Abkühlung setzte glücklicherweise Regen ein, und damit wir am Abend auf unseren Rädern nicht frieren mussten, gab es auch noch ordentliche Anstiege. Was will man mehr. Wir sind auf den Honey Bear Campingplatz im Zelt (es regnet) und ich traue mich nicht zu gucken, was Mariom posted.


Sonntag, 1. September 2013

Tag 10: Washbourne State Park - North Bend

Vormittags haben wir relativ wenige Kilometer geschafft, da das Einpacken von Zelt und Co. sowie die Fruehstuecksuche sich als zeitaufwendig erwiesen haben.
Eigentlich hatten wir Tags zuvor schon unser Frühstück im Supermarkt gekauft, aber das hat uns in der Nacht ein Waschbär geklaut. Clevere Tiere - die haben wir unterschätzt. Sogar ein noch geschlossenes 500gr. Marmeladenglas hat der mitgehen lassen. Ich wüsste zu gerne, ob und wie er an den süssen Inhalt gelangt.Leider haben wir von der Aktion kein Photo.

Tag 10: Washburne State Park - North Bend

Das Wetter konnte mit dem von Gestern nicht mithalten, es war nebelig und kalt. Das einzig erfreuliche heute: die letzte Sichtung eines schwarzen Bären liegt 3 Monate zurück (es gibt in Oregon etwa 25.000 Stück), die letzte Sichtung eines Pumas ist noch länger her. Das sagen zumindest die Warnschilder vor Ort. Waschbärbegegnungen werden nicht öffentlich bekannt gemacht. Heute ging es durch einen Tunnel und über zwei Brücken, die über eine Taste für Fahrradfahrer verfügen: ein Blinklicht warnt dann die Autofahrer. Das klingt ja fast so, als ob die Gefahr von Radfahrer ausgeht.